Nur ein Traum
An
einem lieblichen Tag mit dem typisch irischen Regen lag ich im Schlafsack
in meinen geliebten Wicklow-Mountains. Ich schaute mit strahlenden
Augen zu den Sternen, die ihr weiches Licht durch den sanften Regen
zur Erde sandten. "Oh wie schöne wäre es, nun in ,Dirty
Nelly' neben dem Kaminfeuer zu sein", dachte ich. Plötzlich
hatte ich eine Vision: Ich sah direkt vor mir einen Pub in leuchtendem
Gelb, und einige Leute, die sicherlich eine Runde mittrinken würden.
Eine hübsche Frau servierte freundlich das Pint Bier, herzlich
ein "Willkommen" auf ihren Lippen; der Himmel freundlich gestimmt
und der Schankzeitschluss weit entfernt.
Oh wie schön! "Ich muss mal eben für kleine Jungs",
flüsterte ich in die Runde und ging in die Kneipe. Ohne jede
Idee stand ich plötzlich vor zwei Türen, "FIR" zur Linken
und "MNA" zur Rechten. Ich öffnete die Tür, deren Beschriftung
so ähnlich wie "MÄNNER" klang. Als ich mich zu meinem
Schrecken auf der Damentoilette wiederfand, wachte ich auf. Oh Mist!
"Nur ein Traum", dachte ich, "aber jetzt ein Bier, weit weg von
jeder Kneipe, wäre doch sehr schön".
Foto: "Blick auf den Knockanaffin";
© Bernhard Ehlert Text aus: "Geschichten zwischen Tür
und Tresen" © Liudger Berresheim
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