Das Ostergeschehen - im Zeugnis der vier Evangelien

"Gott hat Jesus von den Toten auferweckt,
und er ist viele Tage hindurch denen erschienen,
die mit ihm zusammen von Galiläa nach Jerusalem hinaufgezogen waren
und die jetzt vor dem Volk seine Zeugen sind."
(Apostelgeschichte 13,30)


Chronologie des Ostergeschehens
Synopse der Osterberichte
Zeugenliste der Auferstehung

 
Ort: Zeit: Das berichtete Geschehen: Quelle:
Jerusalem Karfreitag  (vor Sonnenuntergang) Mt 27,57-61; Mk 15,42-47; Lk 23,50-56; Joh 19,38-42
Jerusalem Karsamstag Mt 27,62-66
Jerusalem Ostersonntag:

frühmorgens

Mt 28,1; Mk 16,1-3; Lk 24,1

Mt 28,2-4;
Mt 28,5-8; Mk 16,4-8; Lk 24,2-8; Joh 20,1-2

  vormittags  Lk 24,9-11
Lk 24,12; Joh 20,3-10
Mt 28,11-15
Mk 16,9-10(11)
Mt 28,9-10
? ?
  • Der Auferstandene erscheint dem Simon
vgl. Lk 24,35; vgl.1 Kor 15
unterwegs gegen 16 Uhr Lk 24,13-27
Emmaus gegen 18 Uhr
  • Ankunft in Emmaus - Jesus offenbart sich ihnen beim Mahl
Lk 24,28-32; Mk 16,12
Rückweg 19 - 21 Uhr 
  • Rückweg der Emmausjünger
Lk 24,33-35; Mk 16,13
Jerusalem gegen 21 Uhr Mk 16,14 ; Lk 24,36-43 ; Joh 20,19-23
       
Galiläa (?) 8 Tage später Joh 20,24-29
Galiläa ? Mt 18,16-20; Mk 16,15-19, 
Vgl Lk 24,44-48
See Tiberias ? Joh 21,1-23
       
Jerusalem/
Ölberg
40 Tage nach Ostern Lk 24,44-49;
Mk 16,19-20; Lk 24,50-53; Apg 1,9-11
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Das Begräbnis Jesu am Karfreitag am späten Nachmittag
Matthäusevangelium (Mt) Markusevangelium (Mk) Lukasevangelium (Lk) Johannesevangelium (Joh)
27:57 Als es aber Abend wurde,

kam ein reicher Mann von Arimatäa, Josef mit Namen,

der selbst auch ein Jünger Jesu geworden war.

Der ging zu Pilatus und bat um den Leichnam Jesu. 

15:42 Als es schon Abend wurde - 
es war nämlich Rüsttag, das ist der Tag vor dem Sabbat -,
kam Josef von Arimatäa, ein angesehener Ratsherr, 
der selbst auch auf das Reich Gottes wartete,
wagte es,
 

ging zu Pilatus hinein und bat um den Leichnam Jesu. 

23:50 Und siehe, 
ein Mann mit Namen Josef, 
ein Mitglied des Hohen Rates, 
ein guter und gerechter Mann
23:51 - er war mit ihrem Beschluss und Tun nicht einverstanden gewesen -, 
einer aus Arimatäa, einer jüdischen Stadt,
der auf das Reich Gottes wartete,

23:52 der ging zu Pilatus und bat um den Leichnam Jesu. 

19:38 Josef von Arimatäa,
der ein Jünger Jesu war, 
aber einer, der sich aus Furcht vor den Juden verborgen hielt, 
 
 
 
 

bat den Pilatus, 
dass er den Leib Jesu herabnehmen dürfe;

 

Da befahl Pilatus, dass er ihm gegeben werde.

 

15:44 Pilatus aber wunderte sich, dass er schon gestorben sein sollte. Er ließ den Hauptmann zu sich rufen und fragte ihn, ob er schon lange tot sei. 

15:45 Und als er es vom Hauptmann erfahren hatte, überließ er Josef den Leichnam.

 
 
 
 
 

und Pilatus erlaubte es. 

  15:46 Dieser kaufte ein Leinentuch, 
nahm ihn herab,
 23:53 Und er nahm ihn herab,  Also ging er und nahm seinen Leib herab. 
       19:39 Aber auch Nikodemus, 
der das erste Mal nachts zu ihm gegangen war,
kam und brachte eine Mischung aus Myrrhe und Aloe mit,
etwa hundert Pfund. 
27:59 Und Josef nahm den Leichnam,
wickelte ihn in ein reines Leinentuch
 
 

27:60 und legte ihn in sein eigenes, neues Grab,
das er in den Felsen hatte hauen lassen, 
wälzte einen großen Stein vor den Eingang des Grabes
und entfernte sich. 

 wickelte ihn in das Tuch
 
 
 
 
 
 

und legte ihn in ein Grab, das aus dem Felsen gehauen war,
und wälzte einen Stein vor den Eingang des Grabes.

 wickelte ihn in ein Leinentuch
 
 
 
 

und legte ihn in ein Grab, das aus dem Felsen gehauen war,
und wälzte einen Stein vor den Eingang des Grabes.

19:40 Da nahmen sie den Leib Jesu und wickelten ihn zusammen mit den wohlriechenden Salben in Leinenbinden ein, 
wie es bei den Juden Brauch ist, wenn sie jemanden bestatten. 

19:41 An dem Ort aber, wo er gekreuzigt worden war. lag ein Garten, 
und in dem Garten war ein neues Grab, 
in das noch niemand gelegt worden war. 

19:42 Dorthin also legten sie Jesus wegen des Rüsttages der Juden, 
denn das Grab war in der Nähe.

27:61 Es waren dort aber Maria aus Magdala und die andere Maria;
die saßen dem Grab gegenüber.
15:47 Maria aus Magdala aber 
und Maria, die Mutter des Joses, 
sahen, wohin er gelegt worden war.
23:55 Und die Frauen, die mit ihm aus Galiläa gekommen waren, folgten ihm. 
Sie sahen das Grab und sahen, wie sein Leichnam beigesetzt wurde. 
 
    23:56 Dann kehrten sie heim und bereiteten wohlriechende Öle und Salben zu. 
Und am Sabbat ruhten sie, wie das Gesetz es vorschreibt.
 
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Bewachung des Grabes am Karsamstag
27:62 Am nächsten Tag aber, dem Tag nach dem Rüsttag, versammelten sich die Hohenpriester und die Pharisäer bei Pilatus
27:63 und sprachen: Herr, wir haben uns erinnert, dass jener Betrüger sagte, als er noch lebte: Nach drei Tagen werde ich auferweckt. 
27:64 Befiehl also, dass das Grab bewacht wird bis zum dritten Tag, damit nicht seine Jünger kommen und ihn stehlen und dem Volk sagen: Er ist von den Toten auferweckt worden; der letzte Betrug wäre dann schlimmer als der erste.
27:65 Da sprach Pilatus zu ihnen: Ihr sollt eine Wache haben Geht hin und bewacht es, so gut ihr könnt. 
27:66 Sie aber gingen hin, versiegelten den Stein und bewachten das Grab mit der Wache.
     
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Frauen am frühen Ostermorgen auf dem Weg zum Grab Jesu
28:1 Nach dem Sabbat 

kamen in der Morgendämmerung 
des ersten Tages der Woche 
Maria aus Magdala 
und die andere Maria, 
um nach dem Grab zu sehen.

16:1 Als der Sabbat vorüber war, 
kauften Maria aus Magdala, Maria, die Mutter des Jakobus, und Salome wohlriechende Öle, um damit zum Grab zu gehen und Jesus zu salben. 

16:2 Am ersten Tag der Woche 
kamen sie in aller Frühe zum Grab, als eben die Sonne aufging. 
 

16:3 Sie sagten zueinander: Wer könnte uns den Stein vom Eingang des Grabes wegwälzen? 


 
 
 
 

24:1 Am ersten Tag der Woche 
gingen die Frauen 
mit den wohlriechenden Salben, die sie zubereitet hatten, 
in aller Frühe zum Grab. 


 
 
 
 

20:1 Am ersten Tag der Woche 
kam Maria von Magdala 
frühmorgens, als es noch dunkel war, zum Grab

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Erdbeben - Wegwälzen des Steines vor dem Grab
28:2 Plötzlich entstand ein gewaltiges Erdbeben; denn ein Engel des Herrn kam vom Himmel herab, trat an das Grab, wälzte den Stein weg und setzte sich darauf. 
28:3 Seine Gestalt leuchtete wie ein Blitz, und sein Gewand war weiß wie Schnee. 
28:4 Die Wächter begannen vor Angst zu zittern und fielen wie tot zu Boden. 
     
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Die Frauen am Grab - die Botschaft der Engel
  16:4 Doch als sie hinblickten, sahen sie, dass der Stein schon weggewälzt war; er war sehr groß. 

16:5 Sie gingen in das Grab hinein 
 
 
 

und sahen auf der rechten Seite einen jungen Mann sitzen, der mit einem weißen Gewand bekleidet war; 
da erschraken sie sehr.

24:2 Da sahen sie, dass der Stein vom Grab weggewälzt war; 

24:3 sie gingen hinein, 
aber den Leichnam Jesu, des Herrn, fanden sie nicht. 

24:4 Während sie ratlos dastanden, traten zwei Männer in leuchtenden Gewändern zu ihnen. 
24:5 Die Frauen erschraken und blickten zu Boden.

und sah, dass der Stein vom Grab weggenommen war. 
28:5 Der Engel aber sagte zu den Frauen: 
Fürchtet euch nicht! 
Ich weiß, ihr sucht Jesus, den Gekreuzigten. 

28:6 Er ist nicht hier; denn er ist auferstanden, wie er gesagt hat. Kommt her und seht euch die Stelle an, wo er lag. 

16:6 Er aber sagte zu ihnen: 
Erschreckt nicht! 
Ihr sucht Jesus von Nazaret, den Gekreuzigten. 
Er ist auferstanden; er ist nicht hier. 
Seht, da ist die Stelle, wo man ihn hingelegt hatte. 
Die Männer aber sagten zu ihnen: 

Was sucht ihr den Lebenden bei den Toten? 
24:6 Er ist nicht hier, sondern er ist auferstanden. 
 

Erinnert euch an das, was er euch gesagt hat, als er noch in Galiläa war: 
24:7 Der Menschensohn muss den Sündern ausgeliefert und gekreuzigt werden und am dritten Tag auferstehen. 
24:8 Da erinnerten sie sich an seine Worte. 

 
28:7 Dann geht schnell zu seinen Jüngern und sagt ihnen: Er ist von den Toten auferstanden. 
Er geht euch voraus nach Galiläa, dort werdet ihr ihn sehen. Ich habe es euch gesagt. 
16:7 Nun aber geht und sagt seinen Jüngern, vor allem Petrus: 

Er geht euch voraus nach Galiläa; dort werdet ihr ihn sehen, wie er es euch gesagt hat. 


 
 

 


 
 

 

28:8 Sogleich verließen sie das Grab 
 
 
 
 
 
 
 

und eilten voll Furcht und großer Freude zu seinen Jüngern, um ihnen die Botschaft zu verkünden. 

16:8 Da verließen sie das Grab und flohen; denn Schrecken und Entsetzen hatte sie gepackt. 

Und sie sagten niemand etwas davon; denn sie fürchteten sich. 
_________________
(vermutlich ursprünglicher Abschluss des Evangeliums nach Markus)

 

24:9 Und sie kehrten vom Grab in die Stadt zurück 
 
 
 
 
 
 
 
 

und berichteten alles den Elf und den anderen Jüngern. 

24:10 Es waren Maria Magdalene, Johanna und Maria, die Mutter des Jakobus; auch die übrigen Frauen, die bei ihnen waren, erzählten es den Aposteln.

24:11 Doch die Apostel hielten das alles für Geschwätz und glaubten ihnen nicht. 


 
 
 
 
 
 

20:2 Da lief sie schnell zu Simon Petrus und dem Jünger, den Jesus liebte, und sagte zu ihnen: Man hat den Herrn aus dem Grab weggenommen, und wir wissen nicht, wohin man ihn gelegt hat

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Petrus und ein weiterer Jünger auf dem Weg zum Grab
    24:12 Petrus aber stand auf und lief zum Grab.
 

Er beugte sich vor, 
sah aber nur die Leinenbinden (dort liegen). 
 
 

 Dann ging er nach Hause, 
voll Verwunderung über das, 
was geschehen war.

20:3 Da gingen Petrus und der andere Jünger hinaus und kamen zum Grab;
20:4 sie liefen beide zusammen dorthin, aber weil der andere Jünger schneller war als Petrus, kam er als erster ans Grab.
20:5 Er beugte sich vor und sah die Leinenbinden liegen, ging aber nicht hinein. 
20:6 Da kam auch Simon Petrus, der ihm gefolgt war, und ging in das Grab hinein. Er sah die Leinenbinden liegen 
20:7 und das Schweißtuch, das auf dem Kopf Jesu gelegen hatte; es lag aber nicht bei den Leinenbinden, sondern zusammengebunden daneben an einer besonderen Stelle. 
20:8 Da ging auch der andere Jünger, der zuerst an das Grab gekommen war, hinein; er sah und glaubte. 

20:9 Denn sie wussten noch nicht aus der Schrift, dass er von den Toten auferstehen musste. 
20:10 Dann kehrten die Jünger wieder nach Hause zurück. 

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Erscheinung des Auferstandenen vor Maria am Grab
((Maria aus Magdala und andere Frauen kehren erneut zum Grab zurück))
    16:9 Als Jesus 
am frühen Morgen 
des ersten Wochentages 
auferstanden war, 
erschien er zuerst 
Maria aus Magdala, 
aus der er sieben 
Dämonen ausgetrieben hatte. 

20:11 Maria aber stand draußen vor dem Grab und weinte. Während sie weinte, beugte sie sich in die Grabkammer hinein. 
20:12 Da sah sie zwei Engel in weißen Gewändern sitzen, den einen dort, wo der Kopf, den anderen dort, wo die Füße des Leichnams Jesu gelegen hatten. 
20:13 Die Engel sagten zu ihr: Frau, warum weinst du? Sie antwortete ihnen: Man hat meinen Herrn weggenommen, und ich weiß nicht, wohin man ihn gelegt hat. 
20:14 Als sie das gesagt hatte, wandte sie sich um und sah Jesus dastehen, wusste aber nicht, dass es Jesus war. 
20:15 Jesus sagte zu ihr: Frau, warum weinst du? Wen suchst du? Sie meinte, es sei der Gärtner, und sagte zu ihm: Herr, wenn du ihn weggebracht hast, sag mir, wohin du ihn gelegt hast. Dann will ich ihn holen. 
20:16 Jesus sagte zu ihr: Maria! Da wandte sie sich ihm zu und sagte auf hebräisch zu ihm: Rabbuni!, das heißt: Meister. 
20:17 Jesus sagte zu ihr: Halte mich nicht fest; denn ich bin noch nicht zum Vater hinaufgegangen. 
Geh aber zu meinen Brüdern, und sag ihnen: Ich gehe hinauf zu meinem Vater und zu eurem Vater, zu meinem Gott und zu eurem Gott. 
  16:10 Sie ging 
und berichtete es denen, 
die mit ihm zusammengewesen waren und die nun klagten und weinten. 
16:11 Als sie hörten, er lebe und sei von ihr gesehen worden, glaubten sie es nicht. 
  20:18 Maria von Magdala ging zu den Jüngern und verkündete ihnen: Ich habe den Herrn gesehen. Und sie richtete aus, was er ihr gesagt hatte. 
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Erscheinung des Auferstandenen vor den Frauen
28:9 Plötzlich kam ihnen Jesus entgegen und sagte: Seid gegrüßt! Sie gingen auf ihn zu, warfen sich vor ihm nieder und umfassten seine Füße. 
28:10 Da sagte Jesus zu ihnen: Fürchtet euch nicht! Geht und sagt meinen Brüdern, sie sollen nach Galiläa gehen, und dort werden sie mich sehen.
     
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Der Betrug der Hohenpriester
28:11 Noch während die Frauen unterwegs waren, kamen einige von den Wächtern in die Stadt und berichteten den Hohenpriestern alles, was geschehen war. 
28:12 Diese fassten gemeinsam mit den Ältesten den Beschluss, die Soldaten zu bestechen. Sie gaben ihnen viel Geld 
28:13 und sagten: Erzählt den Leuten: Seine Jünger sind bei Nacht gekommen und haben ihn gestohlen, während wir schliefen. 
28:14 Falls der Statthalter davon hört, werden wir ihn beschwichtigen und dafür sorgen, dass ihr nichts zu befürchten habt. 
28:15 Die Soldaten nahmen das Geld und machten alles so, wie man es ihnen gesagt hatte. So kommt es, dass dieses Gerücht bei den Juden bis heute verbreitet ist. 
     
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Die Begegnung mit dem Auferstandenen auf dem Weg nach Emmaus
  16:12 Darauf erschien er 
in einer anderen Gestalt 
zweien von ihnen, 
als sie unterwegs waren 
und aufs Land gehen wollten. 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

16:13 Auch sie gingen 
und berichteten es 
den anderen, 
und auch ihnen 
glaubte man nicht.


24:13 Am gleichen Tag waren zwei von den Jüngern auf dem Weg in ein Dorf namens Emmaus, das sechzig Stadien von Jerusalem entfernt ist. 
24:14 Sie sprachen miteinander über all das, was sich ereignet hatte. 
24:15 Während sie redeten und ihre Gedanken austauschten, kam Jesus hinzu und ging mit ihnen. 
24:16 Doch sie waren wie mit Blindheit geschlagen, so dass sie ihn nicht erkannten. 
24:17 Er fragte sie: Was sind das für Dinge, über die ihr auf eurem Weg miteinander redet? Da blieben sie traurig stehen,
24:18 und der eine von ihnen - er hieß Kleopas - antwortete ihm: Bist du so fremd in Jerusalem, daß du als einziger nicht weißt, was in diesen Tagen dort geschehen ist? 
24:19 Er fragte sie: Was denn? Sie antworteten ihm: Das mit Jesus aus Nazaret. Er war ein Prophet, mächtig in Wort und Tat vor Gott und dem ganzen Volk. 
24:20 Doch unsere Hohenpriester und Führer haben ihn zum Tod verurteilen und ans Kreuz schlagen lassen. 
24:21 Wir aber hatten gehofft, dass er der sei, der Israel erlösen werde. Und dazu ist heute schon der dritte Tag, seitdem das alles geschehen ist. 
24:22 Aber nicht nur das: Auch einige Frauen aus unserem Kreis haben uns in große Aufregung versetzt. Sie waren in der Frühe beim Grab, 
24:23 fanden aber seinen Leichnam nicht. Als sie zurückkamen, erzählten sie, es seien ihnen Engel erschienen und hätten gesagt, er lebe. 
24:24 Einige von uns gingen dann zum Grab und fanden alles so, wie die Frauen gesagt hatten; ihn selbst aber sahen sie nicht. 
24:25 Da sagte er zu ihnen: Begreift ihr denn nicht? Wie schwer fällt es euch, alles zu glauben, was die Propheten gesagt haben. 
24:26 Musste nicht der Messias all das erleiden, um so in seine Herrlichkeit zu gelangen? 
24:27 Und er legte ihnen dar, ausgehend von Mose und allen Propheten, was in der gesamten Schrift über ihn geschrieben steht. 
24:28 So erreichten sie das Dorf, zu dem sie unterwegs waren. Jesus tat, als wolle er weitergehen, 24:29 aber sie drängten ihn und sagten: Bleib doch bei uns; denn es wird bald Abend, der Tag hat sich schon geneigt. Da ging er mit hinein, um bei ihnen zu bleiben. 

24:30 Und als er mit ihnen bei Tisch war, nahm er das Brot, sprach den Lobpreis, brach das Brot und gab es ihnen. 
24:31 Da gingen ihnen die Augen auf, und sie erkannten ihn; dann sahen sie ihn nicht mehr. 
24:32 Und sie sagten zueinander: Brannte uns nicht das Herz in der Brust, als er unterwegs mit uns redete und uns den Sinn der Schrift erschloss? 
24:33 Noch in derselben Stunde brachen sie auf und kehrten nach Jerusalem zurück, und sie fanden die Elf und die anderen Jünger versammelt. 
24:34 Diese sagten: Der Herr ist wirklich auferstanden und ist dem Simon erschienen. 
24:35 Da erzählten auch sie, was sie unterwegs erlebt und wie sie ihn erkannt hatten, als er das Brot brach. 

 
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Die Erscheinung des Auferstandenen in Jerusalem
  16:14 Später erschien Jesus 
auch den Elf, 
als sie bei Tisch waren; 
er tadelte ihren Unglauben 
und ihre Verstocktheit, 
weil sie 
denen nicht glaubten, 
die ihn nach seiner Auferstehung 
gesehen hatten.
24:36 Während sie noch darüber redeten, trat er selbst in ihre Mitte und sagte zu ihnen: Friede sei mit euch! 
24:37 Sie erschraken und hatten große Angst, denn sie meinten, einen Geist zu sehen. 
24:38 Da sagte er zu ihnen: Was seid ihr so bestürzt? Warum lasst ihr in eurem Herzen solche Zweifel aufkommen? 
24:39 Seht meine Hände und meine Füße an: Ich bin es selbst. Fasst mich doch an, und begreift: Kein Geist hat Fleisch und Knochen, wie ihr es bei mir seht. 
24:40 Bei diesen Worten zeigte er ihnen seine Hände und Füße. 
24:41 Sie staunten, konnten es aber vor Freude immer noch nicht glauben. 
Da sagte er zu ihnen: Habt ihr etwas zu essen hier? 
24:42 Sie gaben ihm ein Stück gebratenen Fisch; 
24:43 er nahm es und aß es vor ihren Augen.
20:19Am Abend dieses ersten Tages der Woche, als die Jünger aus Furcht vor den Juden die Türen verschlossen hatten, kam Jesus, trat in ihre Mitte und sagte zu ihnen: Friede sei mit euch!
 
 
 
 
 
 

20:20 Nach diesen Worten zeigte er ihnen seine Hände und seine Seite. 

Da freuten sich die Jünger, dass sie den Herrn sahen. 
 

. . . 20:21 Jesus sagte noch einmal zu ihnen: Friede sei mit euch! Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch. 
20:22 Nachdem er das gesagt hatte, hauchte er sie an und sprach zu ihnen: Empfangt den Heiligen Geist! 
20:23 Wem ihr die Sünden vergebt, dem sind sie vergeben; wem ihr die Vergebung verweigert, dem ist sie verweigert. 
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Die Erscheinung Jesu - 8 Tage - darauf vor den Jüngern mit Thomas (in Galiläa?)
      20:24 Thomas, genannt Didymus (Zwilling), einer der Zwölf, war nicht bei ihnen, als Jesus kam. 
20:25 Die anderen Jünger sagten zu ihm: Wir haben den Herrn gesehen. Er entgegnete ihnen: Wenn ich nicht die Male der Nägel an seinen Händen sehe und wenn ich meinen Finger nicht in die Male der Nägel und meine Hand nicht in seine Seite lege, glaube ich nicht. 
20:26 Acht Tage darauf waren seine Jünger wieder versammelt, und Thomas war dabei. Die Türen waren verschlossen. Da kam Jesus, trat in ihre Mitte und sagte: Friede sei mit euch! 
20:27 Dann sagte er zu Thomas: Streck deinen Finger aus - hier sind meine Hände! Streck deine Hand aus und leg sie in meine Seite, und sei nicht ungläubig, sondern gläubig! 
20:28 Thomas antwortete ihm: Mein Herr und mein Gott! 
20:29 Jesus sagte zu ihm: Weil du mich gesehen hast, glaubst du. Selig sind, die nicht sehen und doch glauben. 

(20:30 Noch viele andere Zeichen, die in diesem Buch nicht aufgeschrieben sind, hat Jesus vor den Augen seiner Jünger getan. 
20: 31 Diese aber sind aufgeschrieben, damit ihr glaubt, dass Jesus der Messias ist, der Sohn Gottes, und damit ihr durch den Glauben das Leben habt in seinem Namen.)
__________
(vermutlich ursprünglicher Abschluss des Evangeliums nach Johannes)

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Auftrag des Auferstandenen auf einem Berg in Galiläa
28:16 Die elf Jünger gingen nach Galiläa auf den Berg, den Jesus ihnen genannt hatte. 
28:17 Und als sie Jesus sahen, fielen sie vor ihm nieder. Einige aber hatten Zweifel. 
28:18 Da trat Jesus auf sie zu und sagte zu ihnen: Mir ist alle Macht gegeben im Himmel und auf der Erde. 
28:19 Darum geht zu allen Völkern, 
und macht alle Menschen zu meinen Jüngern; tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, 
28:20 und lehrt sie, alles zu befolgen, was ich euch geboten habe. 
 
 

Seid gewiss: Ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt.
______________
(Abschluss des Evangeliums nach Matthäus)

16:15 Dann sagte er zu ihnen: Geht hinaus in die ganze Welt, und verkündet das Evangelium allen Geschöpfen! 
 
 

16:16 Wer glaubt und sich taufen lässt, wird gerettet; wer aber nicht glaubt, wird verdammt werden. 
16:17 Und durch die, die zum Glauben gekommen sind, werden folgende Zeichen geschehen: In meinem Namen werden sie Dämonen austreiben; sie werden in neuen Sprachen reden; 
16:18 wenn sie Schlangen anfassen oder tödliches Gift trinken, wird es ihnen nicht schaden; und die Kranken, denen sie die Hände auflegen, werden gesund werden.

   
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Die Erscheinung des Auferstandenen am See von Tiberias
      21:1Danach offenbarte sich Jesus den Jüngern noch einmal. Es war am See von Tiberias, und er offenbarte sich in folgender Weise. 
21:2 Simon Petrus, Thomas, genannt Didymus (Zwilling), Natanaël aus Kana in Galiläa, die Söhne des Zebedäus und zwei andere von seinen Jüngern waren zusammen. 
21:3 Simon Petrus sagte zu ihnen: Ich gehe fischen. Sie sagten zu ihm: Wir kommen auch mit. Sie gingen hinaus und stiegen in das Boot. Aber in dieser Nacht fingen sie nichts. 
21:4 Als es schon Morgen wurde, stand Jesus am Ufer. Doch die Jünger wussten nicht, dass es Jesus war. 
21:5 Jesus sagte zu ihnen: Meine Kinder, habt ihr nicht etwas zu essen? Sie antworteten ihm: Nein. 
21:6 Er aber sagte zu ihnen: Werft das Netz auf der rechten Seite des Bootes aus, und ihr werdet etwas fangen. Sie warfen das Netz aus und konnten es nicht wieder einholen, so voller Fische war es. 
21:7 Da sagte der Jünger, den Jesus liebte, zu Petrus: Es ist der Herr! Als Simon Petrus hörte, dass es der Herr sei, gürtete er sich das Obergewand um, weil er nackt war, und sprang in den See. 
21:8 Dann kamen die anderen Jünger mit dem Boot - sie waren nämlich nicht weit vom Land entfernt, nur etwa zweihundert Ellen - und zogen das Netz mit den Fischen hinter sich her. 
21:9 Als sie an Land gingen, sahen sie am Boden ein Kohlenfeuer und darauf Fisch und Brot. 
21:10 Jesus sagte zu ihnen: Bringt von den Fischen, die ihr gerade gefangen habt. 
21:11 Da ging Simon Petrus und zog das Netz an Land. Es war mit hundertdreiundfünfzig großen Fischen gefüllt, und obwohl es so viele waren, zerriss das Netz nicht. 
21:12 Jesus sagte zu ihnen: Kommt her und esst! Keiner von den Jüngern wagte ihn zu fragen: Wer bist du? Denn sie wussten, dass es der Herr war. 
21:13 Jesus trat heran, nahm das Brot und gab es ihnen, ebenso den Fisch. 
21:14 Dies war schon das dritte Mal, dass Jesus sich den Jüngern offenbarte, seit er von den Toten auferstanden war.
      Das Wort des Auferstandenen an Petrus: 

21:15 Als sie gegessen hatten, sagte Jesus zu Simon Petrus: Simon, Sohn des Johannes, liebst du mich mehr als diese? Er antwortete ihm: Ja, Herr, du weißt, dass ich dich liebe. Jesus sagte zu ihm: Weide meine Lämmer! 
21:16 Zum zweitenmal fragte er ihn: Simon, Sohn des Johannes, liebst du mich? Er antwortete ihm: Ja, Herr, du weißt, dass ich dich liebe. Jesus sagte zu ihm: Weide meine Schafe! 
21:17 Zum drittenmal fragte er ihn: Simon, Sohn des Johannes, liebst du mich? Da wurde Petrus traurig, weil Jesus ihn zum drittenmal gefragt hatte: Hast du mich lieb? Er gab ihm zu Antwort: Herr, du weißt alles; du weißt, dass ich dich lieb habe. Jesus sagte zu ihm: Weide meine Schafe! 
21:18 Amen, amen, das sage ich dir: Als du noch jung warst, hast du dich selbst gegürtet und konntest gehen, wohin du wolltest. Wenn du aber alt geworden bist, wirst du deine Hände ausstrecken, und ein anderer wird dich gürten und dich führen, wohin du nicht willst. 
21:19 Das sagte Jesus, um anzudeuten, durch welchen Tod er Gott verherrlichen würde. Nach diesen Worten sagte er zu ihm: Folge mir nach! 
21:20 Petrus wandte sich um und sah, wie der Jünger, den Jesus liebte, (diesem) folgte. Es war der Jünger, der sich bei jenem Mahl an die Brust Jesu gelehnt und ihn gefragt hatte: Herr, wer ist es, der dich verraten wird? 
21:21 Als Petrus diesen Jünger sah, fragte er Jesus: Herr, was wird denn mit ihm? 
21:22 Jesus antwortete ihm: Wenn ich will, dass er bis zu meinem Kommen bleibt, was geht das dich an? Du aber folge mir nach! 
21:23 Da verbreitete sich unter den Brüdern die Meinung: Jener Jünger stirbt nicht. Doch Jesus hatte zu Petrus nicht gesagt: Er stirbt nicht, sondern: Wenn ich will, dass er bis zu meinem Kommen bleibt, was geht das dich an?

(21:24 Dieser Jünger ist es, der all das bezeugt und der es aufgeschrieben hat; und wir wissen, dass sein Zeugnis wahr ist. 
21:25 Es gibt aber noch vieles andere, was Jesus getan hat. Wenn man alles aufschreiben wollte, so könnte, wie ich glaube, die ganze Welt die bücher nicht fassen, die man schreiben müsste.)
______________
(Abschluss des Evangeliums nach Johannes)

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Erscheinung des Auferstandenen erneut in Jerusalem
    24:44 Dann sprach er zu ihnen: Das sind die Worte, die ich zu euch gesagt habe, als ich noch bei euch war: Alles muss in Erfüllung gehen, was im Gesetz des Mose, bei den Propheten und in den Psalmen über mich gesagt ist. 
24:45 Darauf öffnete er ihnen die Augen für das Verständnis der Schrift. 
24:46 Er sagte zu ihnen: So steht es in der Schrift: Der Messias wird leiden und am dritten Tag von den Toten auferstehen, 
24:47 und in seinem Namen wird man allen Völkern, angefangen in Jerusalem, verkünden, sie sollen umkehren, damit ihre Sünden vergeben werden. 
24:48 Ihr seid Zeugen dafür. 
24:49 Und ich werde die Gabe, die mein Vater verheißen hat, zu euch herabsenden. Bleibt in der Stadt, bis ihr mit der Kraft aus der Höhe erfüllt werdet.
 
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Himmelfahrt Jesu in Jerusalem
 
16:19 Nachdem Jesus, der Herr, dies zu ihnen gesagt hatte, wurde er in den Himmel aufgenommen und setzte sich zur Rechten Gottes. 
24:50 Dann führte er sie hinaus in die Nähe von Betanien. Dort erhob er seine Hände und segnete sie. 

24:51 Und während er sie segnete, verließ er sie und wurde zum Himmel emporgehoben; 
24:52 sie aber fielen vor ihm nieder. Dann kehrten sie in großer Freude nach Jerusalem zurück. 
24:53 Und sie waren immer im Tempel und priesen Gott.
_________
(Abschluss des Evangeliums nach Lukas)

 
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... nach dem Pfingstereignis
  16:20 Sie aber zogen aus und predigten überall. Der Herr stand ihnen bei und bekräftigte die Verkündigung durch die Zeichen, die er geschehen ließ.]
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(Abschluss des Evangeliums nach Markus)
siehe Apostelgeschichte  
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Zeugen der Auferstehung Jesu Christi
  • Ein biblisch/orientalischer Rechtsgrundsatz
Es gilt nicht der Grundsatz, eine möglichst vollständige Zeugenliste anzuführen, sondern 2 bis 3 Zeugen genügen für die Wahrheitsfindung.

"Durch zweier oder dreier Zeugen Mund soll eine Sache gültig sein." (Dtn 19,15)
(vgl.: Num 35,30; Dtn 17,6; Jes 8,2; Mt 18,16; 26,60; Joh 8,17; 2 Kor 13,1; Hebr. 10,28; 1 Joh 5,7-8)

- Frauen waren nach altem jüdischen Recht nicht zeugnisfähig.

Entsprechend diesem Rechtsgrundsatz führen Paulus und die vier Evangelisten jeweils nur 2+1 Zeugenreihen für die Auferstehung Jesu Christi an:

Zeugenliste derer, denen der Auferstandene erschienen ist:
"Christus erschien
1. dem Petrus / dann den Zwölf
2. dann mehr als 500 Brüdern zugleich/ dann dem Jakobus / dann allen Aposteln
3. als letztem von allem erschien er auch mir (= Paulus) Erscheinung Jesu:
1. vor den Frauen am Grab (28,9-10)
2. vor den 11 Jüngern in Galiläa auf einem Berg (28,16-20) Die Erscheinung des Auferstandenen:
1. zuerst Maria aus Magdala (16,9)
2. Zweien unterwegs (16,12-13)
3. Später den 11 bei Tisch (16,14) Begegnungen mit dem Auferstandenen:
1. zwei Jünger auf dem Weg nach Emmaus (24,13-35)
2. bei den versammelten Jüngern in Jerusalem am Osterabend (24,36-43)
3. bei der Himmelfahrt (24,44-53) Erscheinungen Jesu, des Auferstandenen:
1. vor Maria aus Magdala am Grab (20,11-18)
2. bei den versammelten Jüngern am Osterabend (20,19-23)/ und zusammen mit dem Thomas 8 Tage darauf (20,26-29)
3. und "ein drittes Mal" am See Tiberias (21,1-14)

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(c) Georg Michael Ehlert